Großübung vor dem Schützenfest auf dem Gigelberg
Die "Kommission Sicherheit" der Schützendirektion hatte eine Einsatzübung mit dem Rettungsdienst und der Feuerwehr Biberach auf dem Gigelberg "durchgespielt".
Die Feuerwehr Biberach wurde am Dienstagabend (13.07.2010) gegen 19:15 Uhr zu einem Brand in einer Trafostation auf dem Gigelberg neben dem Festzelt gerufen. Die ersten Rückmeldungen der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Biberach ergaben, dass auch mit mehreren Verletzten zu rechnen ist. Entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung rückte zunächst ein Löschzug, bestehend aus 4 Fahrzeugen aus. Die ersten Erkundungen ergaben einen Brand in der Trafostation, eine unbekannte Anzahl von Verletzten sowie eine starke Verrauchung im Festzelt. Diese Lage veranlasste den Einsatzleiter der Feuerwehr, Kommandant Harald Buckenmaier, sofort zwei weitere Fahrzeuge aus den eigenen Reihen sowie einen weiteren Löschzug der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim samt Rettungswagen nachzualarmieren, da erkannt wurde, dass für den Massenanfall von Verletzten (MANV) viele Einsatzkräfte zur Rettung benötigt werden. Somit waren über 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 8 Großfahrzeugen und 3 Führungsfahrzeugen auf dem Gigelberg. Die Einsatzleitung bildete einen Einsatzabschnitt Brandbekämpfung und einen zweiten Abschnitt Menschenrettung. Somit waren die Aufgaben klar verteilt. Bei der Menschenrettung konzentrierte man sich auf die Rettung der Menschen im verrauchten Festzelt. Die Verletzten wurden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutz aus dem Zelt gerettet und dem Rettungsdienst am Verletztensammelplatz übergeben. Damit die Trafostation vom Strom getrennt werden konnte, wurde die EnBW zur Einsatzstelle angefordert. Ebenso war zur Betreuung der Verletzten und Angehörigen die Notfallseelsorge Biberach im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über die Polizei die Bevölkerung aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Es bestand aber zur keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung, der Brand war schnell unter Kontrolle. Ein Übergreifen des Übungsbrandes auf das Zelt konnte mit den Drehleitern verhindert werden.
Nachdem alle Verletzten versorgt waren, konnte die Übung als erfolgreich beendet werden. Die Kommunikation zwischen den Feuerwehren, dem Rettungsdienst und der Polizei, sowie dem Krisenstab der Schützendirektion/Stadtverwaltung hat gut funktioniert, die Rettung verlief konzentriert und ohne Zwischenfälle.
Bericht FH Bilder: SC



